HNT - News und Infos

Mai 16 2019

 

 

Auf Wiedersehen

Es tut weh das zu schreiben, aber es ist nun mal Fakt: Die HNT Flames sind Geschichte. Nach zehn durchaus erfolgreichen Jahren endet das Kapitel Inline-Skaterhockey bei der HNT mit der offiziellen Auflösung der Abteilung.

In den vergangenen Jahren durften wir miterleben, wie aus einer kleinen Gruppe von Hobbyspielern eine organisierte Abteilung mit Herren- und Jugendbereich wurde. Die erste Mannschaft spielte von 2009 bis 2017 in der Landesliga Hamburg, feierte dort zwei Meisterschaften und sorgte für zahlreiche emotionale Momente. Auch der Nachwuchs der Flames spielte in zwei erfolgreichen Spielzeiten im Juniorenbereich, welche jeweils mit der norddeutschen Meisterschaft abgeschlossen wurden. Hinzu kam eine Teilnahme um die Deutsche Meisterschaft der Junioren in Bochum. Ein Angebot für Kinder sollte Grundlage für die Zukunft des Inline-Skaterhockey-Sports in Neugraben sein. Das alles hat nun ein Ende gefunden – etwas sang und klanglos, nicht völlig überraschend, vor allem aber nicht ganz freiwillig.

Die HNT Flames waren seit ihrer Gründung in der Uwe-Seeler-Halle beheimatet. Die ehemalige Kasernen-Sporthalle am Rande von Fischbek bot den nötigen Platz und die Voraussetzungen, um überhaupt an einem Ligabetrieb teilnehmen zu können. Dass die Halle schon beim Einzug der Flames 2009 ihre besten Zeiten hinter sich hatte, nahmen die Aktiven ihrem Sport zuliebe in Kauf. Und es wurde wenig überraschend nicht besser: Kalte Duschen, tropfende Decken, regelmäßiger Vandalismus – die Uwe-Seeler-Halle verkam, eine Renovierung war letztlich unausweichlich. Diese sollte den HNT Flames und dem Inline-Skaterhockey im Südwesten Hamburgs aber das Genick brechen.

Aufgrund der angekündigten Renovierung absolvierten die Flames Anfang April 2017 ihr letztes Spiel in der Halle. Die Suche nach einer alternativen Spiel- und Trainingsstätte in der Nähe war schwierig. So blieb dem Landesliga-Champion von 2016 nichts Anderes übrig, als alle restlichen Ligaspiele auswärts zu bestreiten. Ein regelmäßiger Trainingsbetrieb war auch nicht möglich, da kein adäquater Ersatz für die Uwe-Seeler-Halle gefunden werden konnte. Die Gründe hierfür sind vielfältig. In der USH passierte zunächst übrigens nicht viel. Die Sanierung der maroden Halle verschob sich um fast ein Jahr. Erst 2018 wurde aus der alten Kasernenhalle wieder eine vorzeigbare Sportstätte.

Als die Uwe-Seeler-Halle Ende Oktober 2018 ihre Wiedereröffnung feierte, hatten die HNT Flames schon ein ganzes Jahr ohne Spielbetrieb hinter sich. Aufgrund der fehlenden Halle fiel die Saison 2018 komplett ins Wasser. Alternativen boten sich weiterhin nicht, zumindest nicht im Raum Süderelbe und keine, die einen regelmäßigen Ligabetrieb zugelassen hätte. Was blieb, waren eine kleine Trainings- und eine Kinder-Gruppe, der letzte Rest der 2016 noch meisterlichen HNT Flames. Anfang des Jahres versetzte eine Nachricht dem Ganzen dann den Todesstoß: Die Inline-Skaterhockey-Spieler der HNT können nicht zurück in die Uwe-Seeler-Halle.

Wir wollen an dieser Stelle nicht jammern, aber unsere Enttäuschung auch nicht verbergen. Inline-Skaterhockey mag kein Sport der Massen sein. Es ist aber ein Sport – das haben die Jahre der HNT Flames gezeigt –, der auch im Süden Hamburgs wachsen kann. Allerdings unter der Voraussetzung, dass die entsprechenden Bedingungen dafür vorliegen. Die HNT Flames haben sich auch in ihren Spitzenzeiten mit einer maroden Halle zufriedengegeben, haben ihre Uwe-Seeler-Halle sogar ein bisschen liebgewonnen. Dass man dort nun nicht mehr berücksichtigt wurde, macht uns traurig. Wir hoffen, dass dies nicht das Ende dieses tollen Sports in Süderelbe ist.

Zum Abschluss danken wir allen, die Inline-Skaterhockey in der HNT in den vergangenen zehn Jahren unterstützt, gefördert und überhaupt erst möglich gemacht haben. Wir danken insbesondere den Spielern, Trainern und Aktiven. Wir danken den Zeitnehmern, Ordnern, Helfern und unseren Schiedsrichtern. Wir danken Familie, Freunden und Fans. Wir danken der Abteilungsleitung und insbesondere Sebastian Alsgut, der mit viel Einsatz die HNT Flames über Jahre am Laufen gehalten hat. Wir danken den Mitarbeitern der HNT sowie dem Präsidium für die Unterstützung sowohl in den guten als auch den zuletzt schlechten Zeiten. Wir danken dem TV Fischbek für die Kooperation. Wir hatten einige tolle Jahre. Macht es gut und vergesst uns nicht. Vielleicht bis irgendwann, wer weiß!

Eure HNT Flames

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