Am Sonntagmorgen, am 24. März 2019, war es soweit. Ein Ausflug, nur zum Klönschnack, für spannende Erlebnisse und ohne an Linedance zu denken, wurde wahr. 32 begeisterte Jolly Boots besuchten das Kriminalmuseum der Polizei Hamburg. Versprochen war, dass dieser Besuch interessanter, spannender und authentischer als der übliche Tatort am Sonntag im TV wird. Gutes Wetter war bestellt und wurde prompt sonnig geliefert. Um alle Jollys frühmorgens bei Laune zu halten, hatte die Anfahrt fast die Qualität eines Betriebsausfluges oder einer Schnitzeljagd mit kleiner Kreuzfahrt. Alle Öffis ( Öffentlichen Verkehrsmittel), die Hamburg so hat, wurden von uns per Guppenkarten ausgekostet. Nicht mal eine Fahrt mit der S Bahn wurde ausgelassen und Fußwege waren sowieso inkludiert. Bus 251 brachte uns von Neugraben zur HADAG Fähe 62 in Finkenwerder. Mit dem sog. „Bügeleisen“ machten wir eine „kleine Kreuzfahrt“ und schipperten elbaufwärts an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei zu den Landungsbrücken. Hier am Hafenrand war umsteigen per Pedes angesagt. Die Fahrt mit der U 3 ging bis zum Stadtpark. Keiner der Jollys ging am Hafenrand zwischen den vielen Touristen „verschütt“. Das war dem besonderen Attribut, einem „ Lolli“ zu verdanken, den Touristenführer von Kreuzfahrtschiffen hochhalten, um ihrer Gruppe im Gewühl den Weg zu weisen. Stilecht war unser Lolli mit „ Line Dance Family - Jolly Boots Hamburg“ gekennzeichnet und für alle sichtbar. Dafür hatten auch echte Touris einen Schmunzler übrig. Die „ technische Rast“ vor der weiteren Busfahrt wurde dann bei brüllender Sonne in der Außenanlage des dortigen Kiosk Bäckers am Borgweg eingehalten. Die Mägen wurden mit Kaffee und Franzbrötchen beruhigt und der Kioskmann machte ein unerwartet lohnendes Geschäft. Mit Frühstück im Bauch und sonnenverwöhnt erreichten wir danach endlich das Polizeimuseum. Dort empfing uns ein pensionierter Kriminalbeamter aus einer „ Polizistendynastie“ , der 35 Jahre bei der Mordkommission Hamburg als Sonderermittler tätig war und in den ausgestellten spektakulären Kriminalfällen live ermittelte. Sein Wissensfundus mit Hintergrundwissen zu den Fällen, stellte er uns vollends und spannend vorgetragen , zur Verfügung. Wer in den unteren Bereich des Museums Sex und Crime erwartete , war dort falsch. Hier waren Ausstellungsstücke und viele Informationen zur kriminalpolizeilichen Ermittlungstätigkeit, zur Forensik, Tatortfotographie, Erkennungsdienst , Spurensicherung ( Fingerprint, Fasern und DNA ) polizeilichen Waffen / Tatwaffen auch Einsatzausstattung von Polizisten für Demos und vieles mehr wie der Simulator des Helikopters „ Libelle “ sowie Funkstreifenwagen in visueller gespielter Einsatzlage. Im Dachgeschoß kamen wir zum äußerst spannenden Teil der Ausstellung, den spektakulären Hamburger Kriminalfällen, die die Polizei Hamburg lange in Atem hielt. Dort sind Original Beweisstücke aus den Ermittlungen wie z.B. vom Kaufhaus Karstadt Erpresser„ Dagobert“ oder dem Fall des Serienkillers „ Mucki Pinzner“ , der 5 Morde gestand, danach sich, seine Ehefrau und den vernehmenden Staatsanwalt in den Räumen des Polizeipräsidiums erschoß, ausgestellt. Wir hatten das Glück, dass „unser“ ehrenamtlicher Pensionär , der uns durch die Ausstellung führte, in seiner aktiven Zeit live in diesen Fällen ermittelt hatte. Sein Hintergrundwissen dazu, speziell zum Fall des „ Mucki Pinzner“ , der die Hamburger Polizei und die Bevölkerung schwer belastete, konnte er uns hochspannend und mit purem Interesse vermitteln. Der Museumsbesuch wurde mit Tagesausklang im Landhaus Walters beendet. Es floß übrigens trotz Öffis kein Alkohol in Strömen, es wurde auch kein Krimidinner serviert sondern Naschigkeiten von der Speisekarte und Kaffee und Kuchen bei regem Klönschnack verzehrt. Alle Jollys fuhren unaufgeregt und mit viel polizeilichem Wissen im Gepäck nach Neugraben zurück. Danke an Alle, die mit bester Laune und Stimmung den Ausflug erlebnisreich und superschön gestalteten. Jetzt kehrt wieder Ruhe bei den Jollys Boots ein und Tanzen bekommt den Vorrang. Text: Angela G. 

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